Von der Tabelle zur Datenbank
Du hast bereits Daten über die Länder der Europäischen Union in Excel erfasst. Jetzt findest du heraus, wie Daten übersichtlich gespeichert werden und wie man eine einfache Datenbank planen kann.
Wir starten gemeinsam. Danach arbeitest du in deinem Tempo weiter. An einer Stelle halten wir für eine kurze Besprechung an.
🟨 Gelb = Aufgabe | 🟦 Blau = Heftereintrag
⬜ Grau = Merksatz / Hilfe | 🟦 Türkis = gemeinsam
🟧 Orange = STOPP | 🚀 Lila = für Schnelle
1. Gemeinsam: Zwei Tabellen – ein Problem?
Wir schauen gemeinsam hin
Zwei Gruppen haben Informationen über EU-Länder gesammelt. Beide wollen ihre Daten anschließend zusammenführen.
Gesprächsimpulse: Welche Unterschiede fallen euch auf? Welche Schwierigkeiten entstehen beim Zusammenführen? Welchen Aufbau würdet ihr bevorzugen – und was müsste man noch verbessern?
2. Gemeinsam: Warum brauchen wir Datenbanken?
Kurzer Lehrervortrag und Gespräch
Eine einzelne Excel-Tabelle ist für viele Aufgaben praktisch. Werden Daten aber umfangreich und sollen zuverlässig gesucht, verändert oder miteinander verknüpft werden, helfen Datenbanken.
Rückbezug zu den EU-Tabellen: Ein gemeinsamer Tabellenkopf, eindeutige Einheiten und dieselbe Schreibweise erleichtern die Datenerfassung.
Einige wichtige Datentypen: Text (z. B. Land), Zahl (z. B. Einwohnerzahl), Datum (z. B. Erfassungsdatum).
3. Erklärfilm: Datenbanken und ER-Modell
Wir schauen den Film gemeinsam. Achte besonders darauf, welche bekannten Begriffe dir wieder begegnen.
4. Selbstständig: Die Grundbegriffe verstehen
Setze deine Hefteraufzeichnungen aus dem gemeinsamen Unterricht fort.
Schreibe die folgende neue Überschrift in deinen Hefter:
Datenbanken
1. Was ist eine Datenbank?
Übernimm anschließend den folgenden Merksatz in deinen Hefter.
Eine Datenbank ist eine geordnete Sammlung von Daten. Mit einem Datenbankprogramm können wir diese Daten speichern, verwalten, suchen und auswerten.
2. Grundbegriffe einer Datenbank
Erstelle in deinem Hefter eine Tabelle mit drei Spalten:
Begriff | Bedeutung | Beispiel
Übernimm die folgende Tabelle vollständig in deinen Hefter.
Einige Beispiele sind bereits vorgegeben. Ergänze die fehlenden Beispiele selbstständig.
Nutze dazu dein Wissen aus Klasse 7 und die Beispiele aus dem Erklärfilm.
| Begriff | Bedeutung – kurz erklärt | Beispiel |
|---|---|---|
| Entität (Objekt) | Ein einzelnes Objekt aus der realen Welt, über das Daten gespeichert werden. | |
| Entitätstyp | Eine Gruppe gleichartiger Entitäten mit denselben Attributen. | |
| Attribut | Eine Eigenschaft einer Entität. | |
| Attributwert | Der konkrete Wert einer Eigenschaft. | |
| Schlüsselattribut | Ein Attribut, das jede Entität eindeutig kennzeichnet, zum Beispiel eine ID. | |
| Beziehungstyp | Beschreibt, wie Entitätstypen miteinander verbunden sind. | Schüler besucht Klasse |
| Kardinalität | Zeigt, wie viele Entitäten miteinander in Beziehung stehen können. | 1:n – Eine Klasse hat mehrere Schüler. |
| ER-Modell | Ein Schaubild, das Entitätstypen, Attribute und Beziehungen zeigt. | ER-Modell einer Schule |
💡 Hilfe: Das kennst du schon aus Klasse 7
In Klasse 7 hast du bereits Objekte, Attribute und Attributwerte kennengelernt.
In der Datenbankwelt nennen wir ein einzelnes Objekt auch Entität.
Denke an einen Schüler: Welche Eigenschaften hat dieses Objekt? Was wäre ein konkreter Wert einer solchen Eigenschaft?
💡 Hilfe: Du findest kein Beispiel?
Nutze die Miniwelt Schule aus dem Erklärfilm.
Überlege, welche einzelnen Personen oder Klassen vorkommen, welche Eigenschaften sie besitzen und wie man sie eindeutig unterscheiden kann.
Denke auch daran, welche Beziehungen zwischen Schülern, Klassen und Lehrern bestehen.
5. Unser erstes ER-Modell
Plane für die folgenden Aufzeichnungen ungefähr eine halbe Hefterseite ein.
Schreibe die folgende Zwischenüberschrift in deinen Hefter:
3. Das Entity-Relationship-Modell (ER-Modell)
Übernimm anschließend den Merksatz. Darunter klebst du gleich die Abbildung zum Aufbau eines ER-Modells ein.
Ein ER-Modell ist wie ein Bauplan für eine Datenbank.
Es zeigt die Entitätstypen, ihre Attribute und die Beziehungen zwischen ihnen.
- Schneide das vorbereitete ER-Modell aus und klebe es auf die freigelassene Fläche.
- Betrachte die Abbildung genau. Überlege, welche Bedeutung die unterschiedlichen Formen haben.
- Versuche, den Aufbau des ER-Modells mit eigenen Worten zu erklären.
💡 Hilfe: Die Formen im ER-Modell
Die unterschiedlichen Formen besitzen eine bestimmte Bedeutung.
Rechteck: Entitätstyp
Oval: Attribut
Raute: Beziehungstyp
Die Verbindungslinien zeigen, welche Bestandteile zusammengehören.
Die Zahlen und Buchstaben 1, n und m beschreiben, wie viele Entitäten miteinander in Beziehung stehen können.
Lege deinen Hefter offen auf den Tisch.
Wir besprechen jetzt gemeinsam den Aufbau eines ER-Modells.
Achte besonders auf die Entitätstypen, Attribute, Beziehungen und Kardinalitäten.
Erst danach geht es mit Abschnitt 6 weiter.
6. Übung: ER-Modell anwenden
Unsere Miniwelt: Oberschule Kötitz
In der Oberschule Kötitz haben wir drei Gruppen: Schüler, Klassen und Klassenlehrer.
Jeder Schüler hat eine eindeutige Schüler-ID, Vorname, Nachname und ein Alter.
Klassen sind durch eine eindeutige Klassen-ID, den Klassennamen und ihren Klassenlehrer beschrieben.
Die Klassenlehrer haben eine Lehrer-ID, Vorname, Nachname und ein Fachgebiet.
Die Beziehungen sind wie folgt:
-
Schüler besucht Klasse: 1:n-Beziehung
Ein Schüler kann nur in einer Klasse sein, aber eine Klasse kann mehrere Schüler haben. -
Klasse hat Klassenlehrer: 1:1-Beziehung
Jede Klasse hat nur einen Klassenlehrer, und ein Klassenlehrer betreut nur eine Klasse.
Erstelle (Zeichne) mithilfe des Textes ein vollständiges ER-Modell der Oberschule Kötitz.
Dein ER-Modell soll enthalten:
- 3 Entitätstypen (Schüler, Klasse, Klassenlehrer)
- 9 Attribute, davon 3 Schlüsselattribute
- 2 Beziehungstypen
- Die passenden Kardinalitäten (1:n und 1:1)
Zeichne das ER-Modell sorgfältig in deinen Hefter. Achte auf die richtigen Symbole und beschrifte alle Bestandteile.
Hier wird die Abbildung aus dem Arbeitsblatt „Datenbanken – ER-Modell“, Seite 2, eingefügt.
💡 Hilfe: Wie gehe ich vor?
Überlege zunächst: Welche Objekte kommen in der Miniwelt vor?
Welche Eigenschaften besitzen diese Objekte?
Wie stehen die Objekte miteinander in Beziehung?
Nutze deine Begriffstabelle im Hefter.
7. Gemeinsam: Was haben wir verstanden?
Wir sichern die wichtigsten Erkenntnisse im Plenum:
- Warum müssen Daten einheitlich erfasst werden?
- Was bedeutet Entität – und welchen Begriff kennst du dafür schon?
- Was zeigt ein ER-Modell?
Kontrolliere deine Hefteraufzeichnungen und ergänze, was noch fehlt.
8. Abschluss: Das kann ich schon!
Bearbeite die fünf Fragen allein und ohne Hefter. Wähle jeweils eine Antwort und prüfe dein Ergebnis. Der Test dient deiner eigenen Kontrolle.
Überlege dir eine andere Miniwelt, beispielsweise eine Bibliothek oder einen Sportverein. Nenne zwei Entitätstypen und zu jedem zwei passende Attribute.
🚀 Für Schnelle – Unsere Schulbibliothek
🚀 Für Schnelle – Unsere Schulbibliothek
In unserer Schulbibliothek gibt es viele Bücher. Jedes Buch besitzt eine eindeutige Buch-ID, einen Titel und ein Erscheinungsjahr.
Die Bücher werden von Verlagen herausgegeben. Jeder Verlag besitzt eine Verlags-ID und einen Namen. Ein Verlag kann mehrere Bücher herausgeben. Jedes Buch gehört zu genau einem Verlag.
Die Bücher stehen in verschiedenen Regalen. Jedes Regal hat eine Regalnummer und einen Standort. In einem Regal können mehrere Bücher stehen. Jedes Buch steht in genau einem Regal.
Lies den Text aufmerksam und ermittle:
- Die 3 Entitätstypen.
- Die jeweiligen Attribute. Markiere die Schlüsselattribute.
- Die 2 Beziehungstypen.
- Die passenden Kardinalitäten.
Schreibe deine Ergebnisse übersichtlich in deinen Hefter.
Zeichne ein passendes ER-Modell.
💡 Hilfe: Wie findest du die Beziehungen?
Achte auf die Tätigkeitswörter im Text. Sie beschreiben häufig Beziehungen.
Lies anschließend jede Beziehung in beide Richtungen.
Frage dich: Kann ein einzelnes Objekt mit einem oder mit mehreren anderen Objekten verbunden sein?
Geschafft! 👍