Teil 1 – Von der Tabelle zur Datenbank
Die Europäische Union besteht aus vielen verschiedenen Staaten. Zu jedem Staat können zahlreiche Informationen erfasst und gespeichert werden.
In diesem Lernarrangement arbeitest du zunächst mit diesen Daten in einer Tabelle.
Bearbeitungszeit: ca. 25–35 Minuten
Gesamt: 16 Punkte
Aufgabe 1 – Datei anlegen 1 P
Öffne Microsoft Excel.
Lege in deinem Arbeitsbereich einen neuen Ordner PRAXIS an.
Speichere deine Datei dort unter:
eu_vorname_nachname
Aufgabe 2 – Tabellenkopf 2 P
Lege eine Tabelle mit folgendem Tabellenkopf an:
| ID | Land | Fläche in km² | Einwohnerzahl (Stand: 2021) |
|---|
Aufgabe 3 – Daten übernehmen 2 P
Übernimm die folgenden Daten der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union vollständig in deine Tabelle.
| ID | Land | Fläche in km² | Einwohnerzahl (Stand: 2021) |
|---|---|---|---|
| 1 | Belgien | 30.689 | 11.503.118 |
| 2 | Bulgarien | 110.994 | 6.916.548 |
| 3 | Dänemark | 42.951 | 5.845.100 |
| 4 | Deutschland | 357.022 | 83.190.556 |
| 5 | Estland | 45.227 | 1.325.648 |
| 6 | Finnland | 338.424 | 5.548.360 |
| 7 | Frankreich | 551.695 | 67.484.000 |
| 8 | Griechenland | 131.957 | 10.423.054 |
| 9 | Irland | 70.273 | 4.937.786 |
| 10 | Italien | 301.340 | 60.461.826 |
| 11 | Kroatien | 56.594 | 4.071.500 |
| 12 | Lettland | 64.589 | 1.890.300 |
| 13 | Litauen | 65.300 | 2.794.300 |
| 14 | Luxemburg | 2.586 | 634.730 |
| 15 | Malta | 316 | 514.564 |
| 16 | Niederlande | 41.543 | 17.474.886 |
| 17 | Österreich | 83.879 | 8.902.600 |
| 18 | Polen | 312.696 | 37.880.000 |
| 19 | Portugal | 92.090 | 10.296.631 |
| 20 | Rumänien | 238.397 | 19.237.691 |
| 21 | Schweden | 450.295 | 10.438.523 |
| 22 | Slowakei | 49.037 | 5.459.781 |
| 23 | Slowenien | 20.273 | 2.097.837 |
| 24 | Spanien | 505.992 | 47.431.256 |
| 25 | Tschechien | 78.866 | 10.708.981 |
| 26 | Ungarn | 93.030 | 9.778.371 |
| 27 | Zypern | 9.251 | 896.800 |
Aufgabe 4 – Säulendiagramm 4 P
Erstelle ein Säulendiagramm für die Fläche pro Land.
Achte auf die notwendigen Diagrammelemente.
Aufgabe 5 – Bevölkerungsdichte 2 P
Erweitere deine Tabelle um die Spalte:
Bevölkerungsdichte in Einwohnern pro km²
Berechne die Bevölkerungsdichte für jedes Land. Nutze dafür eine Excel-Formel.
Die Bevölkerungsdichte wird berechnet, indem die Einwohnerzahl eines Landes durch seine Fläche geteilt wird.
Bevölkerungsdichte = Einwohnerzahl ÷ Fläche
Aufgabe 6 – Prüfung mit der WENN-Funktion 4 P
Erweitere deine Tabelle um die Spalte „Prüfung“.
Trage mithilfe der WENN-Funktion den Text „Kleiner Staat“ ein, wenn die Fläche kleiner oder gleich 500.000 km² ist.
Ansonsten soll „Großer Staat“ ausgegeben werden.
Aufgabe 7 – Speichern und Abgabe 1 P
Speichern nicht vergessen!
Kontrolliere deine Datei und speichere sie erneut.
Kopiere anschließend deine fertige Tabellenkalkulationsdatei auf das Transferlaufwerk.
Teil 2 – Datenmengen und Datenerfassung
Im ersten Teil hast du Daten in einer Tabelle erfasst und ausgewertet.
Jetzt untersuchst du, warum große Datenmengen einheitlich und strukturiert erfasst werden müssen.
Bearbeitungszeit: ca. 20–25 Minuten
Gesamt: 12 Punkte
Aufgabe 1 – Textdokument anlegen 2 P
Erstelle ein neues Textdokument auf deinem Laufwerk.
Speichere es unter dem Namen:
daten_vorname_nachname
Schreibe folgende Überschrift in dein Dokument:
Datenmengen – ein großes Problem?
Aufgabe 2 – Datenmengen
Lies dir Text 1 aufmerksam durch.
Text 1
Die Europäische Union (EU) ist ein Staatenverbund in Europa mit aktuell 27 Mitgliedstaaten. In der EU leben 447,7 Millionen Menschen.
Geprägt durch unterschiedliche Nationalitäten, Kulturen und Sprachen ist die EU durch eine Vielzahl spezifischer Eigenschaften charakterisiert.
Du kannst sicherlich schnell feststellen, dass bei der Erfassung von Informationen zu diesem Thema eine große Datenmenge zu bearbeiten ist.
Quelle: verändert nach Duden Informatik Sekundarstufe I, 2017
Aufgabe 3 – Internetrecherche 6 P
Nenne vier weitere Bereiche, in denen sehr große Datenmengen verwaltet werden.
Gib jeweils an, welche Daten dort erfasst werden.
Stelle deine Ergebnisse in einer Tabelle dar.
Achte auf einen sinnvollen Tabellenkopf.
Quellen nicht vergessen!
in denen Informationen über viele Menschen, Gegenstände, Vorgänge oder Ereignisse gespeichert und verarbeitet werden müssen.
Aufgabe 4 – Datenerfassung 1 P
Übernimm folgende Teilüberschrift in dein Dokument:
Datenerfassung
Lies anschließend Text 2.
Text 2
Um Informationen der EU zu erfassen, haben Schülerinnen und Schüler in Gruppen erste Daten über Länder der Europäischen Union gesammelt.
Diese sollen später in einer Tabelle zusammengefasst werden.
In einer Präsentation stellen zwei Gruppen ihre Tabellen vor:
Aufgabe 5 – Tabellen vergleichen 2 P
Bewerte die beiden Vorschläge hinsichtlich der Zusammenführung der beiden Tabellen zu einer gemeinsamen Tabelle.
Welche Tabelle ist vorzuziehen? Begründe deine Entscheidung.
Worauf müssen die Gruppen in Zukunft bei der Datenerfassung achten?
Vergleiche zum Beispiel: Aufbau, Spalten, Reihenfolge, Schreibweise und verwendete Einheiten.
Aufgabe 6 – Speichern und Abgabe 1 P
Speichern nicht vergessen!
Kontrolliere dein Textdokument und speichere es erneut.
Kopiere anschließend dein fertiges Dokument auf das Transferlaufwerk.
Du hast Teil 1 und Teil 2 des Lernarrangements abgeschlossen.
✅ Linie
Schlüsselattribut:
- LinienID
Weitere Attribute:
- Nummer
- Typ
- Betreiber
- HaltestellenID (Fremdschlüsselfeld)
✅ Haltestelle
Schlüsselattribut:
- HaltestellenID
Weitere Attribute:
- Name
- Zone
- Breitengrad
- Längengrad
✅ Fahrgast
Schlüsselattribut:
- FahrgastID
Weitere Attribute:
- Vorname
- Nachname
- Alter
- Ticketart
- FährtAb (Haltestelle → Linie)➡ Eine Haltestelle wird von mehreren Linien angefahren; eine Linie gehört zu genau einer Haltestelle.
- StehtAn (Fahrgast → Haltestelle) ➡ Ein Fahrgast steht an genau einer Haltestelle; an einer Haltestelle können mehrere Fahrgäste stehen.
Einführung in Access
Was ist eine Access-Datenbank?
- Sammlung mehrerer Tabellen
- Jede Tabelle beschreibt eine Entität (z. B. Haltestelle, Linie, Fahrgast)
- Jede Zeile ist ein Datensatz, jede Spalte ein Attribut
Aufbau einer Tabelle
- Feldnamen / Attribute festlegen
- Passende Datentypen auswählen
- Primärschlüssel für die eindeutige Identifikation bestimmen
Wichtige Datentypen in Access
| Datentyp | Typische Verwendung |
|---|---|
| Kurzer Text | Namen, Bezeichnungen, Ticketart |
| Zahl | IDs, Alter, Zonen |
| Datum/Uhrzeit | Fahrzeiten, Geburtsdaten |
| Ja/Nein | Wahr/Falsch-Felder |
| Währung | Preise, Kosten |
| AutoWert | Automatische Vergabe von IDs |
| Hyperlink / Anhang | Dokumente, Bilder |
| HaltestellenID | Name | Zone | Breitengrad | Längengrad |
|---|---|---|---|---|
| 11 | Dresden Mitte | 10 | 51.0530 | 13.7235 |
| 12 | Dresden Plauen | 10 | 51.0270 | 13.7080 |
| 13 | Coswig Bahnhof | 42 | 51.1275 | 13.5830 |
| 14 | Radeberg Bahnhof | 41 | 51.1100 | 13.9190 |
| 15 | Tharandt Bahnhof | 70 | 50.9790 | 13.5790 |
| LinienID | Nummer | Typ | Betreiber | HaltestellenID |
|---|---|---|---|---|
| 11 | 9 | Straßenbahn | DVB | 2 |
| 12 | 2 | Straßenbahn | DVB | 11 |
| 13 | 61 | Bus | DVB | 10 |
| 14 | S3 | S-Bahn | DB Regio | 15 |
| 15 | RB31 | Regionalzug | DB Regio | 13 |
| FahrgastID | Vorname | Nachname | Alter | Ticketart | HaltestellenID |
|---|---|---|---|---|---|
| 11 | Clara | Meier | 15 | Schülerticket | 10 |
| 12 | Ben | Krüger | 16 | Deutschlandticket | 3 |
| 13 | Nora | Scholz | 14 | Monatskarte | 3 |
| 14 | David | Lehmann | 17 | Kein Abo | 4 |
| 15 | Julia | Weiß | 15 | Schülerticket | 4 |
Der Weihnachtsmann benötigt eine Datenbank, um die Arbeit seiner Wichtel zu organisieren. Erfasst werden sollen Wichtel mit Wichtel_ID, Name, Vorname, Rolle und Schicht, Kinder mit Kind_ID, Name, Vorname, Adresse und Alter sowie Geschenkaufträge mit Auftrag_ID, Geschenkbezeichnung, Status und Priorität. Ein Wichtel bearbeitet mehrere Aufträge, jeder Auftrag gehört jedoch genau einem Wichtel. Ein Kind kann mehrere Aufträge erhalten, jeder Auftrag ist jedoch eindeutig einem Kind zugeordnet. Optional kann für jeden Auftrag ein Liefer- oder Fertigstellungstermin gespeichert werden. Es dürfen ausschließlich 1:1- und 1:n-Beziehungen verwendet werden.
Erstelle auf deinem Homelaufwerk eine Microsoft-PowerPoint-Datei mit dem Namen
wichtel_vorname_nachname.pptx.
Die Präsentation soll folgende Inhalte enthalten:
1. Folie
Stelle übersichtlich dar:
- die Entitätstypen,
- die Beziehungstypen,
- die Attribute sowie Schlüsselattribute
2. Folie
Erstelle ein vollständiges ER-Modell zu deinem Datenbankentwurf.
3. Folie
Diese Folie knüpft direkt an das ER-Modell an und bereitet auf Access vor.
Kurz und klar, z. B.:
- Welche Attribute erhalten welchen Datentyp?
- Beispiele:
- Wichtel_ID → Zahl / AutoWert
- Name → Kurzer Text
- Lieferdatum → Datum/Uhrzeit
- Warum Datentypen wichtig sind.
- Schau dir das Tutorial (Tutorial zur Aufgabe 1) an und löse den Multiple-Choice-Test damit. Lies die Fragen sorgfältig durch und nimm dir Zeit bei der Beantwortung. [maximal 25 Minuten | 20 P]
- Erstelle eine Datenbank mit vier Tabellen auf Grundlage des Relationenmodells (Relationenmodell Datenbank). Beginne damit, die vier Tabellen zu erstellen. Nenne die Datenbank db_vorname_nachname und speicher sie auf deinem Homelaufwerk ab.[maximal 15 Minuten | 8 P]
- achte auf die richtigen Datentypen
- achte auf die richtiken Primär- und Fremdschlüssel
- Erstelle die Beziehungen gemäß dem Relationenmodell, wie angegeben. Hinweis: Wenn die referenzielle Integrität nicht funktioniert, fahre ohne sie fort. [maximal 10 Minuten | 4 P]
- Gib die Datensätze für die Tabelle Bundesland ein. Du findest diese Tabelle in der Datenbank, die du im vorherigen Schritt erstellt hast. Die BL_ID kannst du frei wählen und musst sie nicht so übernehmen wie bei der Vorlage. [maximal 10 Minuten | 4 P]
- Vervollständige jede Tabelle, indem du jeweils vier Datensätze hinzufügst. Nutze zur Recherche das Internet. [maximal 20 Minuten | 4 P]
- Zusatzaufgabe. Erstelle vier Abfragen [4 ZP]:
- Finde das größte Bundesland heraus.
- Zeige alle Bundesländer, die mit S beginnen.
- Finde alle Bundesländer, die im Norddeutschen Tiefland liegen.
- Zeige alle Bundesländer an, die im Norddeutschen Tiefland liegen und mit B beginnen.
- Kopiere deine Datenbank auf das Tauschlaufwerk.
Komplexe Aufgabe
- Erstelle eine Datenbank mit vier Tabellen auf Grundlage des Relationenmodells (Relationenmodell Datenbank). Beginne damit, die vier Tabellen zu erstellen. Nenne die Datenbank db_vorname_nachname und speicher sie auf deinem Homelaufwerk ab.[maximal 15 Minuten | 8 P]
- Erstelle die Beziehungen gemäß dem Relationenmodell, wie angegeben. Hinweis: Wenn die referenzielle Integrität nicht funktioniert, fahre ohne sie fort. [maximal 10 Minuten | 4 P]
- achte auf die richtigen Datentypen
- achte auf die richtiken Primär- und Fremdschlüssel
- Gib die Datensätze für die Tabelle Bundesland ein. Du findest diese Tabelle in der Datenbank, die du im vorherigen Schritt erstellt hast. Die BL_ID kannst du frei wählen und musst sie nicht so übernehmen wie bei der Vorlage. [maximal 10 Minuten | 4 P]
- Vervollständige jede Tabelle, indem du jeweils vier Datensätze hinzufügst. Nutze zur Recherche das Internet. [maximal 20 Minuten | 4 P] Zusatzaufgabe.
- Erstelle vier Abfragen [4 ZP]
- Finde das größte Bundesland heraus.
- Zeige alle Bundesländer, die mit S beginnen.
- Finde alle Bundesländer, die im Norddeutschen Tiefland liegen.
- Zeige alle Bundesländer an, die im Norddeutschen Tiefland liegen und mit B beginnen.
- Kopiere deine Datenbank auf das Tauschlaufwerk.
Exkurs: Programmierung https://eu.academy.cs.cmu.edu/new-student
Schüler: SL_ID, Name, Vorname, Klasse, Alter
Klasse: KL_ID, Bezeichnung, Lehrer, Name, Vorname, Fach
Die Entitätstypen Bücher und Autoren stehen in einer n:1-Beziehung, da ein Autor mehrere Bücher schreiben kann, aber ein Buch (vereinfacht) nur von einem Autor verfasst wird.
Bücher: Primärattribut BuchID, weitere Attribute Titel und Veröffentlichungsjahr.
Autoren: Primärattribut AutorID, weitere Attribute Name und Nationalität.
Der Fremdschlüssel AutorID in „Bücher“ verbindet die Entitäten
Die Entitätstypen Kunde und Bestellungen stehen in einer 1:n-Beziehung, da ein Kunde mehrere Bestellungen aufgeben kann, aber eine Bestellung immer genau einem Kunden zugeordnet ist.
Kunde: Primärattribut KundenID, weitere Attribute Name und E-Mail-Adresse.
Bestellungen: Primärattribut BestellID, weitere Attribute Datum und Gesamtbetrag.
Der Fremdschlüssel KundenID in „Bestellungen“ verbindet die Entitäten.
Die Entitätstypen Trainer und Spieler stehen in einer 1:n-Beziehung, da ein Trainer mehrere Spieler trainieren kann, aber ein Spieler nur von einem Trainer betreut wird.
Trainer: Primärattribut TrainerID, weitere Attribute Name und Lizenzstufe.
Spieler: Primärattribut SpielerID, weitere Attribute Name und Position.
Der Fremdschlüssel TrainerID in „Spieler“ verbindet die Entitäten.
Wohnungen (1) und Mieter (n): „Wohnung wird von Mietern bewohnt“ → 1:n
Städte (1) und Straßen (n): „Stadt hat Straßen“ → 1:n
Kurse (1) und Teilnehmer (n): „Kurs wird von Teilnehmern besucht“ → 1:n
6. Lektion – Zusammenfassung Datenbanken
Aufgabe 1 – Finde die Fehler
Gegebene Tabelle:
| Name | Geburtsdatum | Teilnahme |
|---|---|---|
| Mia | 12.05.2010 | ja |
| Leon | 03.11.2009 | nein |
Gewählte Datentypen:
- Name → Zahl
- Geburtsdatum → Text
- Teilnahme → Zahl
Aufgabe:
Was ist daran problematisch?
In einer Datenbank werden Schüler gespeichert.
Jeder Schüler hat einen Namen und gehört zu einer Klasse.
Die Daten werden in einer Tabelle gespeichert.
Entität
Attribut
Datensatz
Tabelle
Ein Schüler entwirft folgendes Datenbankmodell:
Entität: Schüler
Attribute: Name, Klasse, Klassenraum
Entität: Klasse
Attribute: Klassenbezeichnung
Ein Schüler entwirft folgendes Datenbankmodell:
Entität: Schüler
Attribute: Name
Entität: Klasse
Attribute: Klassenbezeichnung
Beziehung:
„Schüler sind in Klassen“
Kardinalität: 1 : 1
Datenbankentwicklung als Flussdiagramm
Erstelle ein Flussdiagramm, das den Weg von der realen Welt bis zur Umsetzung in Access darstellt.
Dein Flussdiagramm soll folgende Schritte enthalten:
- Reale Welt beschreiben
- ER-Modell erstellen
- Tabellen (relationales Modell) ableiten
- Implementierung in Access
Wichtig:
Baue mindestens zwei Bedingungen/Prüfungen ein:
- Nach dem ER-Modell:
→ Sind alle Entitäten, Attribute und Beziehungen sinnvoll und vollständig? - Beim Übergang zu Tabellen:
→ Sind die gewählten Datentypen geeignet?
📝 Aufgabe
🎯 Ziel:
Erstelle ein Flussdiagramm, das den Weg von einer Idee bis zur fertigen Datenbankstruktur zeigt. Es soll den allgemeinen Ablauf der Datenbankmodellierung darstellen – nicht dein eigenes Projekt, sondern eine übertragbare Blaupause.
🔍 Was soll dein Flussdiagramm enthalten?
- Die zentralen Arbeitsschritte, z. B.:
- Idee / Problemstellung klären
- Miniwelt beschreiben
- Entitäten identifizieren
- Attribute zuordnen
- Einen Entscheidungspunkt an geeigneter Stelle:
- Prüfe nach der Attributzuordnung, ob ein Attribut als Primärschlüssel geeignet ist
- ➤ Ist es eindeutig und immer vorhanden?
- Ja → fahre fort mit Primärattribut auswählen
- Nein → wähle anderes Attribut oder passe die Modellierung an
- ➤ Ist es eindeutig und immer vorhanden?
- Prüfe nach der Attributzuordnung, ob ein Attribut als Primärschlüssel geeignet ist
- Weitere Schritte:
- Beziehungen und Kardinalitäten festlegen
- ER-Modell zeichnen
- Relationenmodell ableiten
- Am Ende einen abgesetzten Schritt:
- „Weitere Anwendungen möglich (z. B. Abfragen – Teil 2)“
- Dieser Schritt zeigt: Die Datenbankstruktur steht – im nächsten Teil wird damit gearbeitet
🛠️ Hinweis zur Gestaltung deines Flussdiagramms:
Du kannst dein Flussdiagramm digital oder auf Papier (A3) erstellen.
Digital: z. B. mit PowerPoint, draw.io (diagrams.net), Canva oder einem anderen Tool deiner Wahl
Analog: auf einem großen Blatt (mindestens A3), mit Pfeilen, Kästen und ggf. Farben
Wichtig: Wenn du ein digitales Tool wählst, solltest du es sicher bedienen können, damit du deine Zeit sinnvoll nutzt und dich auf den Inhalt konzentrierst – nicht auf die Technik.
⏰ Tipp: Überlege dir gut, wie viel Zeit du brauchst. Plane realistisch und hole dir Hilfe, wenn du beim Erstellen nicht weiterkommst.
📘 Hefteintrag: Einführung in Abfragen -> Überschrift: Abfragen in Datenbanken
📝 Was ist eine Abfrage in einer Datenbank?
Eine Abfrage ist eine gezielte Suche nach Informationen in einer Datenbank.
Statt alle Daten durchzusehen, kann man mithilfe einer Abfrage ganz bestimmte Daten herausfiltern – z. B. „Welche Schüler haben mehr als 3 Fehltage?“Die Datenbank „liefert“ dann nur die Zeilen, die zur Frage passen.
Warum nutzt man Abfragen?
- In einer Datenbank sind oft sehr viele Daten gespeichert.
- Menschen oder Programme brauchen aber oft nur einen kleinen Teil dieser Informationen.
- Mit Abfragen kann man:
- gezielt Informationen suchen
- Ergebnisse sortieren oder filtern
- Auswertungen erstellen
Wofür braucht man das in der Informatik?
- Programme holen sich ihre Daten aus Datenbanken über Abfragen (z. B. Login, Suche, Buchung).
- Unternehmen nutzen Abfragen, um z. B. herauszufinden:
- Welche Produkte am häufigsten gekauft wurden
- Welche Kunden noch Rechnungen offen haben
- In der Schule könnte man z. B. fragen:
- Wer hat ein Buch ausgeliehen?
- Welche Schüler fehlen besonders oft?
📦 Und wie werden Abfragen in Datenbanken gemacht?
Datenbanken enthalten viele Informationen – aber wie stellt man ihnen gezielt Fragen?
Dafür gibt es eine eigene Sprache: SQL.
SQL steht für: Structured Query Language
(auf Deutsch: „Strukturierte Abfragesprache“)
Mit SQL kann man z. B. sagen:
- „Zeig mir alle Schüler:innen aus der Klasse 9a.“
- „Gib mir die Bücher, die ausgeliehen wurden.“
- „Welche Schüler fehlen öfter als 3 Mal?“
SQL ist sozusagen die Sprache, in der wir mit der Datenbank sprechen.
Programme, Apps und Webseiten benutzen SQL, um Informationen aus Datenbanken zu holen.
📘 Heftereintrag: Wie funktioniert eine Abfrage in SQL?
SELECT spaltenname
FROM tabellenname
WHERE Bedingung;
📊 Beispiel-Datenbank schueler_1:
| id | vorname | nachname | klasse | fehltage |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Anna | Meier | 9a | 2 |
| 2 | Ben | Koch | 9a | 5 |
| 3 | Cem | Yildiz | 9b | 0 |
🔧 Beispiel-Abfrage:
Zeige alle Vornamen von Schüler:innen aus der Klasse 9a
SELECT vorname
FROM schueler
WHERE klasse = '9a';
📌 Erklärung:
SELECT→ Was will ich sehen?FROM→ Aus welcher Tabelle?WHERE→ Welche Bedingung muss erfüllt sein?
🧱 Erste eigene SQL-Abfragen
📊 Beispieltabelle schueler_2
| id | vorname | nachname | klasse | fehltage |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Anna | Meier | 9a | 2 |
| 2 | Ben | Koch | 9a | 5 |
| 3 | Cem | Yildiz | 9b | 0 |
| 4 | Dina | Wolf | 9a | 3 |
| 5 | Emma | Kurz | 9b | 1 |
Aufgaben:
- Was möchtest du wissen?
Formuliere eine Frage in Alltagssprache, z. B.:
„Welche Schüler fehlen öfter als 2 Mal?“ - Was brauchst du für eine SQL-Abfrage?
→ Überlege:- Welche Spalten willst du sehen?
- Aus welcher Tabelle?
- Gibt es eine Bedingung?
- Schreibe deine SQL-Abfrage auf:
Spiele SQL Island
Teste dein Wissen zu SQL-Abfragen mit einem spannenden Abenteuerspiel!
Jetzt SQL Island starten 🚀11. Lektion – Abfragen
XX. Lektion
Aufgabe 4 | Computer Gestern – Heute – Morgen [Gruppenarbeit] [max. 90 Minuten]
Wie denken Informatiker?
Beschreibt anhand eures Beispiels (Taschenrechner, Smartphone oder KI-Assistent), wie die informatische Arbeitsweise sichtbar wird. Nutzt dazu die Schritte aus dem Tafelbild und begründet eure Aussagen.
XX. Lektion Serienbrief
XX. Lektion
Anwendung komplexe Algorithmen und Strukturen.


KI testen: hier odet hier oder hier

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