Arbeitsstand

Arbeitsstand Höfler

Wissenschaftlicher Arbeitsstand

Stand Juli 2026

Ausgangspunkt, wissenschaftliche Entwicklung und aktuelle Arbeitsrichtung

Bisherige Entwicklung

Aktueller Arbeitsschritt

Entwicklung einer wissenschaftlich eigenständigen Peer-Review-Publikation auf Grundlage der bisherigen methodischen Arbeiten.

Der Schwerpunkt liegt derzeit nicht auf der Ausarbeitung eines vollständigen Promotionsvorhabens. Stattdessen soll aus der vorhandenen Methode, der Reliefanalyse, geeigneten Untersuchungsräumen und verfügbaren Validierungsdaten schrittweise eine tragfähige Publikationsidee entstehen.

Vorhandene Grundlage

  • semiautomatische Modellierung historischer Referenzoberflächen
  • geostatistische Verfahren und vorhandene GIS-Skripte
  • vertiefte geomorphometrische Reliefanalyse
  • erste räumliche und methodische Hypothesen

Aktuell zu prüfen

  • wissenschaftliche Forschungslücke
  • geeigneter Entwicklungs- und Vergleichsraum
  • Belastbarkeit und Übertragbarkeit der Methode
  • unabhängige Validierungsmöglichkeiten

Räumlicher Such- und Vergleichsrahmen

Bayern

Bayern dient zunächst als übergeordneter Such- und Vergleichsraum für Terrassenlandschaften und morphologisch ähnliche Reliefformen.

Isartal

Das Isartal bildet einen Schwerpunktkandidaten. Seine Eignung wird anhand der geomorphologischen Fragestellung, der Datenverfügbarkeit und der Möglichkeiten einer unabhängigen Prüfung bewertet.

Mögliche Kontrasträume

Zusätzlich sollen Landschaftsräume betrachtet werden, die morphologisch ähnlich erscheinen, jedoch anders entstanden sind. Dadurch können potenzielle Fehlklassifikationen der Methode gezielt untersucht werden.

Die großräumige Untersuchung sämtlicher Terrassenlandschaften Bayerns bleibt eine langfristige Perspektive und ist nicht der vorgesehene Umfang der ersten Publikation.

Möglicher wissenschaftlicher Kern

Der Schwerpunkt der Publikation ist noch nicht abschließend festgelegt. Derzeit werden drei mögliche Profile geprüft.

Profil A

Semiautomatische Identifikation und räumliche Abgrenzung potenzieller Terrassenflächen.

Profil B

Untersuchung der Übertragbarkeit, Maßstabsabhängigkeit und möglicher Fehlklassifikationen einer geomorphometrischen Methode.

Profil C

Einordnung der Reliefanalyse als Bestandteil einer multiquellenbasierten Rekonstruktion und Interpretation historischer Landschaftszustände.

Daten und Validierung

Unabhängige geowissenschaftliche Evidenz

Geologische und quartärgeologische Kartierungen, Bohrungen, sedimentologische Informationen, archäologische Befunde sowie historische Quellen können unterschiedliche Funktionen innerhalb der wissenschaftlichen Prüfung übernehmen.

Magnetische Daten

Magnetische Messdaten können räumliche Hinweise auf verborgene Strukturen und Befunde liefern. Sie ermöglichen jedoch keine unmittelbare Ableitung von Höhen- oder Tiefenwerten und stellen deshalb keine direkte geometrische Validierung einer historischen Referenzoberfläche dar.

Ihr möglicher Nutzen liegt in der ergänzenden und unabhängigen räumlichen Evidenz. Ob sie für die erste Publikation erforderlich oder sinnvoll sind, hängt vom gewählten Untersuchungsraum und der konkreten Fragestellung ab.

Arbeitsweg bis zur nächsten gemeinsamen Klärung

1. Räumliche und wissenschaftliche Orientierung
  • Terrassenlandschaften und mögliche Testgebiete sondieren
  • relevante Literatur und bestehende Ansätze auswerten
  • zwei bis drei mögliche Publikationsprofile formulieren
2. Methodischer Prüfstand
  • bestehenden Workflow nachvollziehbar dokumentieren
  • Einfluss von Skala, Fenstergrößen und Schwellenwerten prüfen
  • mögliche Fehlklassifikationen lokalisieren und interpretieren
  • einen räumlich begrenzten Pilotversuch durchführen
3. Entscheidungsvorlage
  • bevorzugtes Publikationsprofil und Alternative auswählen
  • Untersuchungs- und gegebenenfalls Vergleichsraum begründen
  • vorhandene und zusätzlich benötigte Daten benennen
  • offene wissenschaftliche Entscheidungen zusammenfassen

Offene wissenschaftliche Entscheidungen

1
Ist das Isartal der geeignete Schwerpunkt für die erste Publikation?
2
Welcher räumlich begrenzte Teilraum eignet sich als Entwicklungsgebiet?
3
Wird ein morphologisch ähnlicher Kontrastraum benötigt?
4
Welche unabhängigen Daten ermöglichen eine belastbare wissenschaftliche Prüfung?
5
Welches Publikationsprofil besitzt die größte wissenschaftliche Eigenständigkeit?

Langfristige Perspektive

Rekonstruktion plausibler historischer Ausgangsoberflächen (t = 0) vor wesentlichen anthropogenen Überprägungen als Grundlage für weiterführende Untersuchungen der Landschaftsentwicklung.

Diese Perspektive beschreibt eine mögliche langfristige Forschungsrichtung. Sie legt den konkreten Gegenstand der ersten Publikation noch nicht fest.